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Viele Unterlagen aus der Geschichte von Rochade Eving sind im 2. Weltkrieg verloren gegangen; was von dieser Zeit in Erinnerung geblieben ist, wurde von Vereinsmitglied zu Vereinsmitglied mündlich überliefert:
1925
Das Jahr der Vereinsgründung: Im Arbeitersportbund wird im Lokal Haus Heuner die Schachabteilung Eving-Lindenhorst ins Leben gerufen. Zwei Gründer des Vereins sollen hier stellvertretend genannt sein: Franz Rehfeld und Fritz Reisberg
1933
Ein schweres Jahr für fast alle Vereine. Der Arbeitersportbund wurde verboten. Die Mitglieder der Schachabteilung schlossen sich dem Schachverein Rochade Eving an.
1939
Gleichschaltung war eines der Schlagworte dieser Zeit. Alle Spieler von Rochade Eving wurden von der Werkssportgruppe der Zeche Minister Stein übernommen. In den folgenden Kriegsjahren war ein geregelter Spielbetrieb nicht möglich.
1945
Nach Ende des 2. Weltkrieges fanden bereits im Juni die ersten Schachspieler wieder zueinander. Erster Vereinsvorsitzender wurde Otto Stepke. Erster Vereinsmeister wurde unser unvergessener Anton Bunse.
1947
Der Mannschaftsspielbetrieb wird wieder aufgenommen. Jüngstes Mitglied war damals die 17-jährige Hannelore Reisberg, Tochter des Mitbegründers Fritz Reisberg - heute vielen Schachfreunden als Hanni Lucht bekannt. Domizil des SV Eving-Lindenhorst wurde die Gaststätte Franke an der Evinger Straße.
1955
Die 1. Mannschaft schafft den Sprung in die Verbandsklasse und steigt im Folgejahr leider wieder ab.
1959
Die Schachklassen werden neu geordnet. Die 1. Mannschaft spielt in der Bezirksliga.
1960
Eving-Lindenhorst wird Sieger des Adolph-Anderssen-Pokals.
1963
Der bisherige Höhepunkt der Vereinsgeschichte: Hannelore Lucht macht den Namen "SV Eving-Lindenhorst" bundesweit bekannt. Nach Gewinn der Damenstadtmeisterschaft und ersten Plätzen bei der Damenmeisterschaft des Schachverbandes Industriegebiet und Nordrhein-Westfalen qualifiziert sie sich für die Deutsche Damenmeisterschaft in Krefeld - und wird Deutsche Damenschachmeisterin 1963.
1964
Hanni Lucht wird in Bremen Deutsche Vizemeisterin.
1964
Gründung des Schachvereins Kemminghausen in der Gaststätte "Grüne Tanne".
1967
Eving-Lindenhorst gewinnt zum dritten Mal den Adolph-Anderssen-Pokal in der Aufstellung: Reinhold Lucht, Hanni Lucht, Karl-Heinz Regber, Werner Regber. Der Spielbetrieb findet im Lokal "Haus Klüting" an der Kemminghauser Straße statt.
1980
Der Schachverein SV Eving-Lindenhorst verlässt "Haus Klüting" und siedelt ins eigene Vereinsheim an der Bayrischen Straße um.
1981
Im Januar findet die Fusionsversammlung zwischen dem SV Eving-Lindenhorst 25 und dem SV Kemminghausen 64 statt. Fortan wird als gemeinsamer Name "SV Rochade Eving 25/64" geführt.
1985
Rochade Eving wird zu einem der größten Schachvereine Dortmunds und schafft den Aufstieg in die Verbandsliga.
1986
Rochade Eving zieht in die Pavillons am Heisenberg-Gymnasium ein.
1990
Im Juni schließt sich der SV Derne Scharnhorst dem SV Rochade Eving an.
1994
Rochade Eving zieht in die Seniorenbegegnungsstätte Eving am Evinger Parkweg um.
1997
Rochade Eving zieht wieder ins Heisenberg-Gymnasium um; seitdem findet dort der Spielbetrieb statt.
2005
Rochade Eving wird 80 Jahre alt. Am 11. Juni 2005 findet im Pädagogischen Zentrum des Heisenberg-Gymnasiums ein Jubiläumsturnier statt. Mit 104 Spielern aus ganz Deutschland war das Turnier hervorragend besetzt. Sieger wurde Alexander Sokalewski aus Geresheim.