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Unna Open 2025: Der perfekte Jahresabschluss?

Unna Open 2025: Der perfekte Jahresabschluss?

Zwischen den Feiertagen ein bisschen Ruhe in den Alltag bringen? Nicht mit uns! Vom 26. bis zum 30. Dezember brachte es ein letztes Mal im Kalenderjahr 2025 sieben Evinger an das Schachbrett. Dabei ging Florian beim diesjährigen Unna-Open mit 96 TeilnehmerInnen sogar als Topfavorit ins Rennen!

Mit Florian, Aaron, Erik, Nikita, Julia und Lucas wollten gleich sechs Spieler aus der ersten Mannschaft beim offenen 7-rundigen Turnier ihr können unter Beweis stellen. Die Setzlistenpositionen 1, 8, 11, 14, 19 und 38 machten dabei Hoffnungen darauf, mindestens ein Topresultat sichern zu können. 

Ein unglücklicher Start

Doch der Turnierstart sollte zunächst die guten Chancen schmälern. Aaron erwischte bei drei Punkten aus vier Partien die Erkältungswelle und er musste aus dem Turnier aussteigen. Julia spielte ebenfalls nur vier der sieben Runden mit und kam dort auf insgesamt zwei Punkte. Florian gab in den ersten Runden nur ein Remis ab, er musste allerdings in Runde 5 ein Bye nehmen, daher war es fraglich, ob eine Platzierung unter den besten drei Spielern noch möglich war. Nach vier Runden wurde daher klar, es musste in diesem Turnier ein anderer Evinger um das Treppchen kämpfen.

Endspurt nach Evinger Art

Mit 3,5 Punkten aus den ersten vier Partien war es dieses Mal Erik, der nach der Hälfte des Turniers mit guten Chancen auf Platz 4 stand. Doch er sollte es in seinen restlichen Schwarzpartien noch mit Gergely Mann (Setzlistenplatz 3) und FM Konstantyn Tkachuk (Setzlistenplatz 4) zu tun bekommen. Ohne die größten Erwartungen aber mit dem typischen Evinger Kampfgeist spielte er gegen Gergely seine wohl beste Turnierpartie und konnte mit Schwarz gewinnen. Im Spitzenkampf gegen Ludger Höllman in Runde 6 riskierte er viel, wurde dann aber trotz schwieriger Stellung mit einem taktischen Schlag belohnt. Plötzlich wurde klar: Hier ist der Turniersieg möglich! Denn nur eine Runde vor dem Turnierende führte Erik die Tabelle nun als alleiniger Führender an.

Zittern in Runde 7

Vor Runde 7 waren aber auch noch andere Preise für unsere Evinger Spieler möglich. Lucas hatte sich in einem tollen Turnier schon in Runde 3 Gewinnchancen gegen FM Rafael Torres-Kuckel erarbeitet. Auch wenn er die Partie schlussendlich nur remisieren konnte, kämpfte er Runde für Runde weiter. Mit 4 Punkten aus sechs Partien konnte er sich nun in Runde 7 den Preis für den besten Spieler unter 1850 DWZ sichern. Nach einer nahezu perfekten Partie gelang es seinem Gegner mit der letzten Ressource leider noch das Blatt zu wenden. Mit dieser Partie beendete Lucas allerdings eine beachtliche Kampfgeist-Statistik von drei längsten Partien in einem einzigen Turnier. 

Nikita arbeitete sich im Laufe des Turniers langsam aus dem Mittelfeld nach oben und stand daher vor seiner letzten Partie bei 4 Punkten. In Runde 7 stand er dann sogar auf Gewinn, ließ aber leider einen taktischen Schlag aus und musste sich daher wenig später mit einem Remis begnügen. Florian ließ seinerseits einen Damenfang aus, konnte aber auch ohne den Schönheitspreis, einen souveränen Sieg verbuchen. 5,5 Punkten aus sieben Partien gaben ihm dabei auch noch eine Restchance auf einen Treppchen-Platz. 

Still und heimlich erspielte sich Jörg in seiner Ratinggruppe ebenfalls eine tolle Position. Mit 3,5 Punkten verpasste er dabei nur knapp ein Preisgeld. Ein solides DWZ-Punkte-Plus gab es allerdings trotzdem für ihn!

Die Sensation perfekt?

Ein Remis reicht für eine Podest-Platzierung, mit guten Chancen auf den Turniersieg. So einfach lässt sich Eriks Ausgangslage vor der entscheidenden letzten Runde zusammenfassen. Doch schnell war klar, dass sein Gegner FM Konstantyn Tkachuk mit einem Sieg auch noch das Turnier gewinnen konnte. Schlussendlich gelang es Erik aber durch eine akribische Vorbereitung den Anzugsvorteil seines Gegners zu neutralisieren. Untypischerweise machte Erik dadurch sogar viel Druck auf der gegnerischen Uhr, daher sah sich sein Gegner gezwungen mit 13 verbleibenden Minuten ein Remis-Angebot abzugeben, welches Erik aufgrund der Turniersituation annahm.

Doch die Bretter 2 und 3 spielten noch und konnten, sollten die Punkte dort nicht geteilt werden, noch gleich ziehen. Das lange Warten hatte dann etwa 90 Minuten später ein Ende. An Brett 2 konnte Dr. Dragos Ciornei zwar seine Partie gewinnen, war allerdings in der Buchholzwertung schon zu weit abgeschlagen. Auch an Brett 3 kam Erik das Resultat entgegen und der Turniersieg war ihm nicht mehr zu nehmen!

 

Die abschließenden Platzierungen der Evinger in der Endtabelle gibt es hier: 

Erste bekommts gegen Ahlen gebacken

Rezept für einen gelungenen vorweihnachtlichen Mannschaftskampf:

Drei Mal punkten (am besten erstmalig), ein unverhoffter Mitspieler, zwei Mal vergebener Schönheitspreis, ein verflixtes Figurenopfer und eine Prise Kampfgeist. Den Mannschaftskampf etwa 5 Stunden ziehen lassen und dann das Ergebnis genießen!

Ungefähr so lässt sich wohl der vierte Spieltag von Eving I am 07. Dezember gegen unsere direkten Tabellennachbarn aus Ahlen zusammenfassen.

Das erste Ergebnis ließ dabei nicht lange auf sich warten. Nikita nutzte seine Erfahrung aus dem letzten Mannschaftskampf gegen Brambauer aus und erhielt eine verbesserte Version einer ähnlichen Eröffnungsvariante. Er machte daraufhin kurzen Prozess und stellte nach weniger als zwei Stunden die erste Evinger Führung her. Kurz vor der Zeitkontrolle folgte ein weiterer voller Punkt durch Julia. Ihr Angriff gegen den gegnerischen König kam dabei dem Gegenspiel ihres Kontrahenten zuvor.

Zum ersten Mal in dieser Saison sah es auch an allen weiteren Brettern recht gut aus. Pascal und Erik behandelten ihre komplexen Stellungen zunächst sehr präzise. Doch der Druck auf der Uhr machte sich bemerkbar und Pascals Stellung wurde immer schwieriger zu spielen. Schlussendlich war ein Damenverlust nicht mehr abzuwenden. Erik brachte währenddessen alle seine Figuren in Position für einen unmittelbaren Mattangriff. Folgerichtig konnten sowohl Eving als auch Ahlen an diesen Brettern jeweils einen vollen Punkt einfahren.

Folgerichtig? Der aufmerksame Ergebnisbetrachter wird nun merken, dass diese Geschichte nicht zu den Einzelergebnissen des Spieltags passt. Denn Pascals Gegner entschied sich die angebotene Dame nicht zu schlagen, um einen noch schöneren Gewinnzug anzustreben. Dabei übersah er aber fatalerweise den nun möglichen Damenschwenk, welcher nicht nur mit Schach kam, sondern auch direkt zum Matt führte. Erik hingegen verließ sich zu sehr auf seine dominante Stellung und verknotete seine Figuren so sehr, dass er die Partie noch verlor. 3:1.

Doch wo ein Evinger patzt, sind schon zwei Andere bereit. Florian und der spontan eingesprungene Ersatzspieler Nick holten dabei hochverdient ihre ersten vollen Punkte für die erste Mannschaft. Florian gelang dabei an Brett 1 die Abwicklung in ein angenehmes Turmendspiel mit einem Mehrbauern, welches er souverän verwertete. Nick hingegen arbeitete mit seinem Sieg weiter an seiner herausragenden Saison-Statistik: 100% der möglichen Punkte für Eving I und Eving II! Nicks Gegner wollte es dabei aber durchaus wissen und opferte im ausgeglichenen Mittelspiel eine Qualität, fand dann aber kein Durchkommen gegen Nicks Schwerfiguren. Mit einem Zwischenstand von 5:1 war der Mannschaftskampf somit schon zu unseren Gunsten entschieden!

Amatus kämpfte an Brett 6 lange um aktives Gegenspiel und betrachtete dabei mehrfach ein mögliches – aber nur schwer berechenbares – Figurenopfer. Schlussendlich entschied Amatus sich gegen das Figurenopfer und musste in der Folge ein unangenehmes Endspiel verteidigen. Doch die gegnerischen Freibauern waren zu stark. 5:2.

Den Abschluss des Mannschaftskampfes lieferte Saison-Topscorer Aaron, der ein weiteres Mal starken Kampfgeist bewies und sich eine angenehme Stellung erarbeiten konnte. Diese wickelte er in ein Endspiel mit guten Gewinnchancen ab, welches sich dann aber leider nicht zu einem vollen Punkt verwerten ließ. Mit dem einzigen Remis des Tages durfte Aaron trotzdem einen wichtigen 5,5:2,5-Erfolg seines Teams abschließen.

Im kommenden Jahr gibt es dann endlich mal wieder einen Heimkampf am 25. Januar gegen die bislang punktlose zweite Mannschaft des SV Welper. Überwintern darf Eving I dabei auf einem indirekten Aufstiegsplatz (Platz 2) in der Verbandsliga-Tabelle!

   SV Ahlen I    2.5 – 5.5      SV Rochade Eving 25/64 I                                      

  1.    Torres-Kuckel, Rafael      0 – 1      Stricker, Florian
  2.    Steinle, Carsten               0 – 1       Werrn, Pascal
  3.    Woestmann, Ulrich         ½ – ½     Slanina, Aaaron
  4.    Volesky, Alexander          1 – 0      Sprungala, Erik
  5.    Lang, Nico                         0 – 1      Kantor, Nikita
  6.    Starp, Klaus                      1 – 0      Krams, Amatus
  7.    Jäger,Niklas                       0 – 1      Walker, Julia
  8.    Völker, Andreas                0 – 1      Gehrmann, Nick

Auftakt im Evinger Vereinspokal 2025/26

Schon wieder ist ein Jahr rum und schon wieder heißt es Evinger Vereinspokal. Neben der doch etwas ungewollten Änderung des Spielorts nach Derne womit man hier eher beim ‚Derner‘ Vereinspokal wäre, haben wir in diesem Jahr auch im DWZ-Schnitt durch unsere Zugänge ein deutlich stärkeres Teilnehmerfeld. Die Ergebnisse der ersten Runde sind zusammen mit einer kleinen Bildgalerie unterhalb dieses Textes zu finden. Die Zwischenrunde wird im Rahmen der Jahreshauptversammlung am kommenden Mittwoch (26.11.2025) ausgelost.

  1. Slanina, Aaron 0-1 Sprungala, Erik
  2. Walker Julia 1-0 Schulz, Heinz
  3. Techen, Reinhold 0-1 Stricker, Florian
  4. Kantor, Nikita ½-½(1-1|1-1|1-0) Werrn, Pascal
  5. Kaluza, Lucas 1-0 Vollenberg, Jörg
  6. Nathe, Nico 0-1 Hoidis, Paul

Erste kämpft lange im Schachkrimi gegen Brambauer

Kaum eine Woche nach der dritten Runde in der Verbandsliga spielte unsere erste Mannschaft ihre erste Verbandsliga-Runde. Tatsächlich handelt es sich hierbei um keinen Schreibfehler, sondern um den zu Beginn des Schachjahres verlegten Mannschaftskampf gegen unsere Schach-Freunde aus Brambauer. Die Brambaueraner und wir gingen dabei als Mitfavoriten um den Aufstieg in die Saison, aber schon vor dem Mannschaftskampf war klar, dass es heute nur einen Verein geben konnte, der noch im Rennen um die Aufstiegsplätze verweilen durfte. Denn beide Mannschaften hatten es in den ersten zwei Runden nicht über ein 4:4 herausgeschafft.

Der Kampf startete, mit der Ausnahme einer quietschenden Tür, recht ruhig. Nikita bekam eine angenehme Stellung aus der Eröffnung, geriet dann aber plötzlich selbst unter Druck und musste sich daher mit dem angebotenen Remis seines Gegners zufrieden geben. Die erste entschiedene Partie ging wenig später zu unseren Ungunsten verloren. Lucas hatte an Brett 8 ebenfalls ein Remis-Angebot erhalten. Er entschied sich für den vollen Punkt zu spielen, der schlussendlich allerdings nach zu schnellem Gegenspiel auf dem Königsflügel an seinen Gegner ging. Bis zur Zeitkontrolle mussten wir daher einem Rückstand hinterherlaufen.

Besagte Zeitkontrolle brachte jedoch Erleichterung. Pascal hatte an Brett 2 einen gefährlichen Angriff gegen den weißen König gestartet. Das zur Verteidigung von seinem Gegner investierte Material machte dabei schlussendlich den Unterschied, da sich Pascal mit einer Königswanderung von den Schachs der gegnerischen Dame entziehen konnte. 1.5:1.5.

Amatus konnte nach der missglückten Partie der Vorwoche seine Form wiederfinden und ließ trotz etwas passiver Stellung nichts anbrennen. Wenig später remisierte auch Florian am ersten Brett. Es lag also an Julia, Aaron und Erik die so wichtigen Mannschaftspunkte nach Hause zu bringen.

Doch die zahlreichen Zuschauer sahen in Zeitnot erst Eriks Partie schwieriger werden und dann die schön herausgespielte Gewinnstellung von Julia kippen. Da Aarons Partie etwa im Gleichgewicht war, sah es also nach einer deutlichen Niederlage aus. Aber der Kampfgeist des Teams erwachte unter dem drohenden Saison-Fehlstart. Julia kämpfte trotz nahezu aussichtsloser Stellung weiter und gewann eine Qualität zurück, musste daraufhin allerdings noch weiter akkurat spielen, um durch ihren aktiven König zwei gegnerische Mehrbauern zu kompensieren. Erik spielte fast 20 Züge auf dem Zeit-Inkrement von 30 Sekunden. Er fand trotz der schwierigen Zeitsituation eine Reihe wichtiger Züge und wickelte im 40. Zug in ein gleichfarbiges Läuferendspiel ab, welches gute Chancen für ein Remis bot. Schlussendlich war es aber Aaron, der schon zum dritten Mal in dieser Saison sensationell auftrumpfte. Er opferte dabei gleich doppelt seinen einzigen Freibauern, der aber auf taktische Weise immer einen Materialgewinn sicherte. Bevor der Bauer sich durch ein Turmopfer zur Dame umwandeln durfte, zog sein Gegner die Notbremse und opferte seinerseits eine Qualität, die Aaron aber zum sicheren Sieg nach Hause führte. Damit bewahrt Aaron weiterhin seine 100% Siegesquote in dieser Saison! Nur wenige Minuten später mussten sowohl Julias als auch Eriks Gegner einsehen, dass keine Fortschritte mehr möglich waren. Durch die beiden Remis an diesen Brettern stand der kaum noch für möglich gehaltene 4,5:3,5 Sieg für Eving fest!

Die Erste springt damit von Platz 9 auf Platz 3 in der Tabelle und hat damit schon gegen die beiden nominell stärksten Mannschaften der Saison gespielt. Es darf daher weiter vom erstmaligen Aufstieg in die NRW-Klasse geträumt werden! Als nächstes geht es am 07. Dezember zum SV Ahlen, die aktuell auf Tabellenplatz 4 stehen.

   SC DB Brambauer I    3.5 – 4.5      SV Rochade Eving 25/64 I                                      

  1.    Himmel, Jansjörg        ½ – ½      Stricker, Florian
  2.    Remmler, Volker         0 – 1       Werrn, Pascal
  3.    Koth, Stefan                 0 – 1       Slanina, Aaaron
  4.    Wagner, Norbert        ½ – ½      Sprungala, Erik
  5.    Czeratzki, Michael      ½ – ½      Kantor, Nikita
  6.    Jochmann, Christian  ½ – ½      Krams, Amatus
  7.    Thormann, Olaf          ½ – ½      Walker, Julia
  8.    Thormann, Andre      1 – 0       Kaluza, Lucas