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Auch Schüren bekommt die Heimstärke der Zweiten zu spüren

Währende der Autor dieser Überschrift wohl am kommenden Mittwoch aufgrund des verfassen selbiger in das Evinger Phrasenschwein (Eine inzwischen insbesondere von einem Mitglied lieb gewonnene Tradition) einzahlen kann, wollte auch die zweite Mannschaft ihre fast schon traditionelle Heimstärke fortsetzen. Hierzu sammelt sich in den Mittagsstunden des 11.01 zum ersten Mal im neuen Jahr wieder 8 Evinger Kämpfer, um der Topmannschaft der Schachfreunde Schüren die Stirn zu bieten.

Paul Hoidis gelang es hierbei am sechsten Brett einen Blitzstart hinzulegen: Nachdem er in der Eröffnung bereits Vorteile durch eine gute Kontrolle des Zentrums erlangte, sollte zügig ein fehlerhaftes Öffnen der Königsseite durch seinen Gegner die schwarze Stellung zum Kollabieren bringen und den ersten Evinger Sieg des Tages nach gerade einmal 15 Zügen sicherstellen. Das sollte jedoch noch lange nicht genug für einen hervorragenden Start in den Mannschaftskampf sein, ein Saisonstartduo bestehend aus Jörg Vollenberg am fünften und Paul Große-Siestrup am siebten sollten ebenfalls zügig vorteilhafte Stellungen erhalten. Während am fünften Brett die erspielten Vorteile zeitnah zum 2-0 ins Ziel gebracht werden sollten, musste Paul Große-Siestrup noch ziemlich kämpfen. Aus einer bereits wieder kompliziert gewordenen Stellung heraus konnte er aber von einer Ungenauigkeit seines Gegners profitieren und ein Endspiel mit zwei Mehrbauern erreichen, musste dieses allerdings am Ende nicht ausspielen, da sein Gegner sich zur Evinger Freude selbst ins Matt stellte. 

Entgegen der bereits bestehenden Freude über die drei Punkte Führung sollte doch noch der ein oder andere Evinger über komplizierte Stellungen sinnieren müssen und ein schnelles Ende des Kampfes war nicht in Sicht. Als Erstes musste sich Dirk Pahne eingestehen, dass er sein Endspiel nicht mehr zum Sieg führen konnte und sich am Ende mit seinem Gegner auf Remis einigen und auch Udo Fietz konnte schlussendlich seinem Gegenüber keine Punkte abringen, womit das Team vom SF Schüren wieder auf ein 3 ½ – 1 ½ verkürzen konnte. Die Erlösung für die Evinger Truppe sollte schließlich durch Nico Nathe kommen. Gegen einen nominell stärkeren Gegner gelang es Nico mehr und mehr Kräfte zu einem Angriff auf die Königsseite zu bündeln, unter deren Druck die Defensive letztlich nachgab und den gegnerischen König im Mattnetz zurück lies. 

Einen faszinierenden Anblick sollten zudem die noch laufenden Bretter eins und acht abgeben, welche trotz gleichem Endergebnis nicht unterschiedlicher hätten verlaufen können. Am ersten Brett musste Radovan Dvorsky zunächst gegen eine eher seltene Eröffnungsvariante spielen. Es gelang ihm allerdings instinktiv, sich gut zu behaupten und das Spiel letztlich in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern zu überführen und pünktlich zum Glockenschlag um 18:00 zum Remis zu bringen. Reinhold Techen sollte am achten Brett am längsten spielen müssen. Nach einer vergleichsweise häufigen Eröffnungsvariante entwickelte sich ein beidseitig stramm geführtes Angriffsspiel und eine unterhaltsame Partie, welche in beide Richtungen hätte kippen können. Das große Finale sollte am Ende ein Turmopfer von Reinhold sein, woraufhin er die Möglichkeit zum Dauerschach besaß und sein Spiel zum 5 ½ – 2 ½ Endstand ins Remis forcierte.

Zudem sollte die Mannschaft auch von einem 4-4 des direkten Tabellennachbarn aus Lünen profitieren, wodurch der Sprung auf den zweiten Platz gelang. Abgesehen von dieser positiven Gesamtbilanz der Saison sollen auch zwei individuelle Leistungen der Spieler nicht ungewürdigt bleiben. Mit ihren jeweiligen Siegen gelang es zum einen Nico Nathe erneut die 1700 DWZ und Paul Große-Siestrup erstmals die 1500 DWZ in der vorläufigen Saisonauswertung zu knacken. In der Hoffnung den aktuellen positiven Trend fortzusetzen, freut sich die Truppe auf das kommende Auswärtsspiel am 01.02.26 gegen den SF Brackel VI. 

Spieltags Übersicht:

SV Rochade Eving 25/64 II 5,5 – 2,5 SF Schüren

  1. Dvorsky, Radovan          ½-½ Meyer, Thomas
  2. Nathe, Nico                     1 – 0 Becker, Volker
  3. Fietz, Udo                        0 – 1 Meyer, Sebastian
  4. Pahne, Dirk                     ½-½ Knippfeld, Reinhold
  5. Vollenberg, Jörg             1 – 0 Abke, Manfred
  6. Hoidis, Paul                    1 – 0 Meyer, Daniel
  7. Große-Siestrup, Paul    1 – 0 Stolz, Tristan
  8. Techen, Reinhold           ½-½ Kree, Henry

Unna Open 2025: Der perfekte Jahresabschluss?

Unna Open 2025: Der perfekte Jahresabschluss?

Zwischen den Feiertagen ein bisschen Ruhe in den Alltag bringen? Nicht mit uns! Vom 26. bis zum 30. Dezember brachte es ein letztes Mal im Kalenderjahr 2025 sieben Evinger an das Schachbrett. Dabei ging Florian beim diesjährigen Unna-Open mit 96 TeilnehmerInnen sogar als Topfavorit ins Rennen!

Mit Florian, Aaron, Erik, Nikita, Julia und Lucas wollten gleich sechs Spieler aus der ersten Mannschaft beim offenen 7-rundigen Turnier ihr können unter Beweis stellen. Die Setzlistenpositionen 1, 8, 11, 14, 19 und 38 machten dabei Hoffnungen darauf, mindestens ein Topresultat sichern zu können. 

Ein unglücklicher Start

Doch der Turnierstart sollte zunächst die guten Chancen schmälern. Aaron erwischte bei drei Punkten aus vier Partien die Erkältungswelle und er musste aus dem Turnier aussteigen. Julia spielte ebenfalls nur vier der sieben Runden mit und kam dort auf insgesamt zwei Punkte. Florian gab in den ersten Runden nur ein Remis ab, er musste allerdings in Runde 5 ein Bye nehmen, daher war es fraglich, ob eine Platzierung unter den besten drei Spielern noch möglich war. Nach vier Runden wurde daher klar, es musste in diesem Turnier ein anderer Evinger um das Treppchen kämpfen.

Endspurt nach Evinger Art

Mit 3,5 Punkten aus den ersten vier Partien war es dieses Mal Erik, der nach der Hälfte des Turniers mit guten Chancen auf Platz 4 stand. Doch er sollte es in seinen restlichen Schwarzpartien noch mit Gergely Mann (Setzlistenplatz 3) und FM Konstantyn Tkachuk (Setzlistenplatz 4) zu tun bekommen. Ohne die größten Erwartungen aber mit dem typischen Evinger Kampfgeist spielte er gegen Gergely seine wohl beste Turnierpartie und konnte mit Schwarz gewinnen. Im Spitzenkampf gegen Ludger Höllman in Runde 6 riskierte er viel, wurde dann aber trotz schwieriger Stellung mit einem taktischen Schlag belohnt. Plötzlich wurde klar: Hier ist der Turniersieg möglich! Denn nur eine Runde vor dem Turnierende führte Erik die Tabelle nun als alleiniger Führender an.

Zittern in Runde 7

Vor Runde 7 waren aber auch noch andere Preise für unsere Evinger Spieler möglich. Lucas hatte sich in einem tollen Turnier schon in Runde 3 Gewinnchancen gegen FM Rafael Torres-Kuckel erarbeitet. Auch wenn er die Partie schlussendlich nur remisieren konnte, kämpfte er Runde für Runde weiter. Mit 4 Punkten aus sechs Partien konnte er sich nun in Runde 7 den Preis für den besten Spieler unter 1850 DWZ sichern. Nach einer nahezu perfekten Partie gelang es seinem Gegner mit der letzten Ressource leider noch das Blatt zu wenden. Mit dieser Partie beendete Lucas allerdings eine beachtliche Kampfgeist-Statistik von drei längsten Partien in einem einzigen Turnier. 

Nikita arbeitete sich im Laufe des Turniers langsam aus dem Mittelfeld nach oben und stand daher vor seiner letzten Partie bei 4 Punkten. In Runde 7 stand er dann sogar auf Gewinn, ließ aber leider einen taktischen Schlag aus und musste sich daher wenig später mit einem Remis begnügen. Florian ließ seinerseits einen Damenfang aus, konnte aber auch ohne den Schönheitspreis, einen souveränen Sieg verbuchen. 5,5 Punkten aus sieben Partien gaben ihm dabei auch noch eine Restchance auf einen Treppchen-Platz. 

Still und heimlich erspielte sich Jörg in seiner Ratinggruppe ebenfalls eine tolle Position. Mit 3,5 Punkten verpasste er dabei nur knapp ein Preisgeld. Ein solides DWZ-Punkte-Plus gab es allerdings trotzdem für ihn!

Die Sensation perfekt?

Ein Remis reicht für eine Podest-Platzierung, mit guten Chancen auf den Turniersieg. So einfach lässt sich Eriks Ausgangslage vor der entscheidenden letzten Runde zusammenfassen. Doch schnell war klar, dass sein Gegner FM Konstantyn Tkachuk mit einem Sieg auch noch das Turnier gewinnen konnte. Schlussendlich gelang es Erik aber durch eine akribische Vorbereitung den Anzugsvorteil seines Gegners zu neutralisieren. Untypischerweise machte Erik dadurch sogar viel Druck auf der gegnerischen Uhr, daher sah sich sein Gegner gezwungen mit 13 verbleibenden Minuten ein Remis-Angebot abzugeben, welches Erik aufgrund der Turniersituation annahm.

Doch die Bretter 2 und 3 spielten noch und konnten, sollten die Punkte dort nicht geteilt werden, noch gleich ziehen. Das lange Warten hatte dann etwa 90 Minuten später ein Ende. An Brett 2 konnte Dr. Dragos Ciornei zwar seine Partie gewinnen, war allerdings in der Buchholzwertung schon zu weit abgeschlagen. Auch an Brett 3 kam Erik das Resultat entgegen und der Turniersieg war ihm nicht mehr zu nehmen!

 

Die abschließenden Platzierungen der Evinger in der Endtabelle gibt es hier: 

Auftakt im Evinger Vereinspokal 2025/26

Schon wieder ist ein Jahr rum und schon wieder heißt es Evinger Vereinspokal. Neben der doch etwas ungewollten Änderung des Spielorts nach Derne womit man hier eher beim ‚Derner‘ Vereinspokal wäre, haben wir in diesem Jahr auch im DWZ-Schnitt durch unsere Zugänge ein deutlich stärkeres Teilnehmerfeld. Die Ergebnisse der ersten Runde sind zusammen mit einer kleinen Bildgalerie unterhalb dieses Textes zu finden. Die Zwischenrunde wird im Rahmen der Jahreshauptversammlung am kommenden Mittwoch (26.11.2025) ausgelost.

  1. Slanina, Aaron 0-1 Sprungala, Erik
  2. Walker Julia 1-0 Schulz, Heinz
  3. Techen, Reinhold 0-1 Stricker, Florian
  4. Kantor, Nikita ½-½(1-1|1-1|1-0) Werrn, Pascal
  5. Kaluza, Lucas 1-0 Vollenberg, Jörg
  6. Nathe, Nico 0-1 Hoidis, Paul

Erfolgreicher Start in den Dortmunder Einzelpokal

Am Freitag startete der Dortmunder Einzelpokal. Gleich acht Evinger gingen dabei in der ersten Runde des KO-Turniers ins Rennen. Mit Florian, Aaron und Nikita stellten wir sogar einige Turnierfavoriten. Unter den 32 Teilnehmern wurde nach dem Zufallsprinzip gelost, daher konnten auch in Runde 1 schon Spitzenpaarungen entstehen.

Als erstes konnte Nico seine Partie gewinnen, er konnte sein Gegnerin die ihr erstes Turnier spielte, dabei gekonnt überspielen. Nico zog somit zügig ins Achtelfinale in zwei Wochen ein. Alle Weiteren Evinger mussten allerdings lange um ein Weiterkommen kämpfen. Unglücklicherweise wurden Nikita und Radovan gegeneinander gelost. Nikita konnte dabei mit taktischer Finesse in einen Königsangriff übergehen und die Partie für sich entscheiden. Florian machte sowohl auf dem Brett und auf der Uhr viel Druck auf seinen Gegner Tim Richter (Eichlinghofen) und zwang seinen Gegner noch vor der Zeitkontrolle zur Aufgabe. Aaron bekam es mit seinem Vorjahresgegner David Lohberg (Brackel) zu tun. Dieser verteidgte sich lange sehr gut, musste aber im Bauernendspiel eingestehen, das seine Bauern das Freibauern-Rennen verloren. Paul bekam es mit einem etwa gleich starken Spieler aus der Brackeler Jugend zu tun. Er verteidigte sich mit Schwarz tapfer und ließ dann leider kurz vor dem Partieende eine rettende Kombination aus. Kurz darauf konnte Jörg, ebenfalls gegen einen jungen Brackeler Spieler mit vergleichbarer Spielstärke, nach einer starken Partie Matt setzen. Julia erarbeitete sich gegen Lothar Buscha (Brambauer) eine Gewinnstellung. Trotz einem ganzen Turm mehr erforderte die Stellung allerdings noch eine ganze Menge an Präzision, da zwei gegnerische Freibauern die verbliebenden Türme gut beschäftigten. Schlussendlich konnte der weiße König aber noch zur Rettung eilen und auch Julia zog somit in die nächste Runde ein.

Die Ergebnisse im Überblick:

Vorrunde Einzelpokal – Evinger Resultate

Daria Kubovska

0 – 1

Nico Nathe (1651)

Nikita Kantor (2004)

1 – 0

Radovan Dvorsky (1794)

Florian Stricker (2232)

1 – 0

Tim Richter (1624)

Aaron Slanina (2048)

1 – 0

David Lohberg (1622)

Constantin Luccone (1587)

1 – 0

Paul Hoidis (1450)

Jörg Vollenberg (1479)

1 – 0

Arsen Toktakunov (1407)

Julia Walker (1886)

1 – 0

Lothar Buscha (1577)

Für sechs unserer acht Mitspieler geht es also am 28. November im Achtelfinale weiter! Dort wird es um 18:30 Uhr im Brackeler Vereinsheim (Westfälische Straße 169) die folgenden Evinger Paarungen zu sehen geben:

Achtelfinale Einzelpokal – Die Evinger Partien

Nico Nathe (1651)

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Julia Walker (1886)

Dominik Mertens (1515)

 –

Nikita Kantor (2004)

Silas Cassel (1827)

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Florian Stricker (2232)

Hlib Gvozdov (1241)

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Aaron Slanina (2048)

Boris Vorobyov (1825)

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Jörg Vollenberg (1479)