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Die nächste Zitterpartie für Eving I gegen Welper

Mit dem Mannschaftskampf unserer Ersten gegen die zweite Mannschaft des SV Welper, wurde am Sonntag die zweite Saisonhälfte der Verbandsliga 2025/26 eingeläutet. Als Zweiter in der Tabelle sollten dabei gegen das Tabellen-Schlusslicht zwei wichtige Mannschaftspunkte eingefahren werden. Doch wie Fußballanhänger wissen, stellte jüngst erst der BVB im Duell gegen den Tabellenletzten St. Pauli klar, dass auch solche Kämpfe erst einmal gewonnen werden müssen! 

Der Kampf begann dabei zunächst sehr erfreulich von uns. Florian hatte an Brett 1 in einer unspektakulären Stellung – auch für ihn etwas überraschend – schon in Zug 17 die Dame des Gegners gefangen. Da nicht nur Material verloren ging, sondern auch die resultierende Stellung hoffnungslos erschien, steuerte Florian somit einen schnellen Punkt für unser Team bei. 

Julia war hingegen schon im frühen Mittelspiel unter Druck geraten. Die komplizierte Verteidigungsaufgabe kostete sie dabei einen Großteil ihrer Bedenkzeit. In der dadurch unabdingbaren Zeitnotphase wurde der Materialvorteil ihres Gegners dann irgendwann zu groß. 1:1.

Spätestens jetzt war klar, hier war noch nichts entschieden! Nikitas Gegner konnte im Mittelspiel einen Bauern vor dem nun offenen König gewinnen. Um nicht schlechter zu stehen, nutzte Amatus früh in der Partie einen Großteil seiner Bedenkzeit. Die Stellung machte daraufhin zwar nur wenig Sorgen, der Zeitnachteil von fast 40 Minuten aber schon eher. Pascal erspielte sich durch ein Bauernopfer zwar früh einen klaren Stellungsvorteil, konnte diesen allerdings nicht direkt verwerten und geriet somit nun sowohl auf der Uhr als auch auf dem Brett unter Druck. Erik ließ nach einer guten Eröffnung seine Chancen liegen und schätzte dabei einen taktischen Schlag falsch ein. Immerhin gab ihm das resultierende Endspiel noch Chancen, einen vollen Punkt zu erspielen. Mehr Lichtblicke waren zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht für uns zu verbuchen.

Das gespannte Warten auf jeden halben Punkt

Alle Partien näherten sich nun dem 40. Zug und damit der für viele Spieler rettenden Bonusbedenkzeit von 30 Minuten an. Am meisten profitierte davon Nikita, der schon vor der Zeitkontrolle durch einen akkuraten Gegenangriff wieder zurück in die Partie gefunden hatte. Pünktlich in Zug 40 erhielt Nikita jedoch nicht die angesprochene Bonusbedenkzeit, sondern direkt den vollen Punkt für seine, ab dem Bauernverlust stark gespielte, Partie.

Die erneute Führung sicherte Lucas mit einem Remis an Brett 8 ab. Ein solider Zeitvorteil half ihm dabei seinen Gegner durchaus vor praktische Probleme zu stellen, die dieser aber noch rechtzeitig mit der Abwicklung in ein ausgeglichenes Endspiel lösen konnte.

Erik und Aaron steuerten die nächsten zwei halben Punkte bei. Beide hatten im Partieverlauf alles dafür gegeben, weitere Gewinnchancen zu kreieren, mussten sich aber dennoch in einem langen Kampf mit der Punkteteilung anfreunden, obwohl ein Mannschaftssieg zu diesem Zeitpunkt weiterhin noch keineswegs sicher war.

Schlussendlich waren es die verbliebenden Bretter von Pascal und Amatus, die noch mindestens einen gemeinsamen Punkt beisteuern mussten. Amatus konnte dabei nicht nur seinen Zeitnachteil wieder begrenzen, sondern seine Stellung auch stets in der Waage halten. Sein Gegner lehnte zwar noch ein erstes Remis-Angebot ab, musste aber wenige Züge später einsehen, dass seine Partie nicht zu gewinnen war. 

Ein Unentschieden war somit sicher, doch im Aufstiegskampf definitiv zu wenig! Daher musste Pascal in seiner Chaos-Partie trotz eines Damengewinns noch weiter genau spielen, um gegen den gefährlichen schwarzen Freibauern und die verbliebenden schwarzen Figuren zu bestehen. Wohlmöglich erarbeitete Pascal sich dabei sogar noch Gewinnchancen, die er allerdings im Mannschaftssinne nicht weiter verfolgte und ins sichere Dauerschach abwickelte. 

Somit rettete sich die Erste ein weiteres Mal zu einem knappen, aber sehr wichtigen 4,5:3,5-Erfolg. Aufstiegskonkurrent Bönen gab dabei den ersten Mannschaftspunkt der Saison ab und geht somit mit nur einem Mannschaftspunkt Vorsprung in die zweite Saisonhälfte. 

Als Nächstes geht es für unsere Erste am 15. Februar zum Auswärtskampf gegen Sodingen/Castrop II. 

  1. Stricker, Florian    1 – 0        Sharmam Danesh
  2. Werrn, Pascal        ½ – ½      Adiyaman, Rene
  3. Slanina, Aaron       ½ – ½     Olf, Hans-Helmut
  4. Sprungala, Erik      ½ – ½     Marx, Patrick
  5. Kantor, Nikita        1 – 0        Sondermann, Dirk
  6. Krams, Amatus     ½ – ½      Heidt, Viktor
  7. Walker, Julia           0 -1       Leimkühler, DIrk
  8. Kaluza, Lucas        ½ – ½       Sharma, Rakesh

Unna Open 2025: Der perfekte Jahresabschluss?

Unna Open 2025: Der perfekte Jahresabschluss?

Zwischen den Feiertagen ein bisschen Ruhe in den Alltag bringen? Nicht mit uns! Vom 26. bis zum 30. Dezember brachte es ein letztes Mal im Kalenderjahr 2025 sieben Evinger an das Schachbrett. Dabei ging Florian beim diesjährigen Unna-Open mit 96 TeilnehmerInnen sogar als Topfavorit ins Rennen!

Mit Florian, Aaron, Erik, Nikita, Julia und Lucas wollten gleich sechs Spieler aus der ersten Mannschaft beim offenen 7-rundigen Turnier ihr können unter Beweis stellen. Die Setzlistenpositionen 1, 8, 11, 14, 19 und 38 machten dabei Hoffnungen darauf, mindestens ein Topresultat sichern zu können. 

Ein unglücklicher Start

Doch der Turnierstart sollte zunächst die guten Chancen schmälern. Aaron erwischte bei drei Punkten aus vier Partien die Erkältungswelle und er musste aus dem Turnier aussteigen. Julia spielte ebenfalls nur vier der sieben Runden mit und kam dort auf insgesamt zwei Punkte. Florian gab in den ersten Runden nur ein Remis ab, er musste allerdings in Runde 5 ein Bye nehmen, daher war es fraglich, ob eine Platzierung unter den besten drei Spielern noch möglich war. Nach vier Runden wurde daher klar, es musste in diesem Turnier ein anderer Evinger um das Treppchen kämpfen.

Endspurt nach Evinger Art

Mit 3,5 Punkten aus den ersten vier Partien war es dieses Mal Erik, der nach der Hälfte des Turniers mit guten Chancen auf Platz 4 stand. Doch er sollte es in seinen restlichen Schwarzpartien noch mit Gergely Mann (Setzlistenplatz 3) und FM Konstantyn Tkachuk (Setzlistenplatz 4) zu tun bekommen. Ohne die größten Erwartungen aber mit dem typischen Evinger Kampfgeist spielte er gegen Gergely seine wohl beste Turnierpartie und konnte mit Schwarz gewinnen. Im Spitzenkampf gegen Ludger Höllman in Runde 6 riskierte er viel, wurde dann aber trotz schwieriger Stellung mit einem taktischen Schlag belohnt. Plötzlich wurde klar: Hier ist der Turniersieg möglich! Denn nur eine Runde vor dem Turnierende führte Erik die Tabelle nun als alleiniger Führender an.

Zittern in Runde 7

Vor Runde 7 waren aber auch noch andere Preise für unsere Evinger Spieler möglich. Lucas hatte sich in einem tollen Turnier schon in Runde 3 Gewinnchancen gegen FM Rafael Torres-Kuckel erarbeitet. Auch wenn er die Partie schlussendlich nur remisieren konnte, kämpfte er Runde für Runde weiter. Mit 4 Punkten aus sechs Partien konnte er sich nun in Runde 7 den Preis für den besten Spieler unter 1850 DWZ sichern. Nach einer nahezu perfekten Partie gelang es seinem Gegner mit der letzten Ressource leider noch das Blatt zu wenden. Mit dieser Partie beendete Lucas allerdings eine beachtliche Kampfgeist-Statistik von drei längsten Partien in einem einzigen Turnier. 

Nikita arbeitete sich im Laufe des Turniers langsam aus dem Mittelfeld nach oben und stand daher vor seiner letzten Partie bei 4 Punkten. In Runde 7 stand er dann sogar auf Gewinn, ließ aber leider einen taktischen Schlag aus und musste sich daher wenig später mit einem Remis begnügen. Florian ließ seinerseits einen Damenfang aus, konnte aber auch ohne den Schönheitspreis, einen souveränen Sieg verbuchen. 5,5 Punkten aus sieben Partien gaben ihm dabei auch noch eine Restchance auf einen Treppchen-Platz. 

Still und heimlich erspielte sich Jörg in seiner Ratinggruppe ebenfalls eine tolle Position. Mit 3,5 Punkten verpasste er dabei nur knapp ein Preisgeld. Ein solides DWZ-Punkte-Plus gab es allerdings trotzdem für ihn!

Die Sensation perfekt?

Ein Remis reicht für eine Podest-Platzierung, mit guten Chancen auf den Turniersieg. So einfach lässt sich Eriks Ausgangslage vor der entscheidenden letzten Runde zusammenfassen. Doch schnell war klar, dass sein Gegner FM Konstantyn Tkachuk mit einem Sieg auch noch das Turnier gewinnen konnte. Schlussendlich gelang es Erik aber durch eine akribische Vorbereitung den Anzugsvorteil seines Gegners zu neutralisieren. Untypischerweise machte Erik dadurch sogar viel Druck auf der gegnerischen Uhr, daher sah sich sein Gegner gezwungen mit 13 verbleibenden Minuten ein Remis-Angebot abzugeben, welches Erik aufgrund der Turniersituation annahm.

Doch die Bretter 2 und 3 spielten noch und konnten, sollten die Punkte dort nicht geteilt werden, noch gleich ziehen. Das lange Warten hatte dann etwa 90 Minuten später ein Ende. An Brett 2 konnte Dr. Dragos Ciornei zwar seine Partie gewinnen, war allerdings in der Buchholzwertung schon zu weit abgeschlagen. Auch an Brett 3 kam Erik das Resultat entgegen und der Turniersieg war ihm nicht mehr zu nehmen!

 

Die abschließenden Platzierungen der Evinger in der Endtabelle gibt es hier: 

Vereinspokal: Zwischenrunde absolviert – Halbfinale ausgelost

Nachdem im Rahmen der Jahreshauptversammlung am 26.11.2025 sowohl die Zwischenrunde als auch das Halbfinale des Evinger Vereinspokal gelost wurden stand am dritten Dezember das Ausspielen selbiger Zwischenrunde an, um eine Zweierpotenz an Spielern zu erreichen. Während sich Florian Stricker und Erik Sprungala über Freilose freuen durften mussten Julia Walker, Paul Hoidis, Lucas Kaluza und Nikita Kantor nach ihren Siegen in der ersten Runde antreten. Eine Übersicht des Turniers und seiner Auslosungen sind unterhalb zu finden.

ERSTE RUNDE (19.11.25)

  1. Slanina, Aaron      0-1 Sprungala, Erik
  2. Walker Julia           1-0 Schulz, Heinz
  3. Techen, Reinhold 0-1 Stricker, Florian
  4. Kantor, Nikita       ½-½(1-1|1-1|1-0) Werrn, Pascal
  5. Kaluza, Lucas       1-0 Vollenberg, Jörg
  6. Nathe, Nico          0-1 Hoidis, Paul

ZWISCHENRUNDE (03.12.25)

  1. Hoidis, Paul     0-1 Kaluza, Lucas
  2. Kantor, Nikita 1-0 Walker Julia

HALBFINALE (14.01.26)

  1. Kaluza, Lucas    – Kantor, Nikita
  2. Sprungala, Erik – Stricker, Florian

FINALE (28.01.26)

  1. tbd – tbd
Partie Vorne: Paul Hoidis (Weiß) – Lucas Kaluza; Partie HInten: Nikita Kantor – Julia Walker

Auftakt im Evinger Vereinspokal 2025/26

Schon wieder ist ein Jahr rum und schon wieder heißt es Evinger Vereinspokal. Neben der doch etwas ungewollten Änderung des Spielorts nach Derne womit man hier eher beim ‚Derner‘ Vereinspokal wäre, haben wir in diesem Jahr auch im DWZ-Schnitt durch unsere Zugänge ein deutlich stärkeres Teilnehmerfeld. Die Ergebnisse der ersten Runde sind zusammen mit einer kleinen Bildgalerie unterhalb dieses Textes zu finden. Die Zwischenrunde wird im Rahmen der Jahreshauptversammlung am kommenden Mittwoch (26.11.2025) ausgelost.

  1. Slanina, Aaron 0-1 Sprungala, Erik
  2. Walker Julia 1-0 Schulz, Heinz
  3. Techen, Reinhold 0-1 Stricker, Florian
  4. Kantor, Nikita ½-½(1-1|1-1|1-0) Werrn, Pascal
  5. Kaluza, Lucas 1-0 Vollenberg, Jörg
  6. Nathe, Nico 0-1 Hoidis, Paul